Marktgemeinde und Pfarre St. Georgen an der Stiefing haben die Meister des Leibnitzer Bezirksstammtisches der Schmiede und Schlosser eingeladen, die Geschichte St. Georgens in einer kunstvollen Schmiedearbeit aufleben lassen.

Bei dem in Handarbeit gefertigenden schmiedeeisernen Kunstwerk handelt es sich um eine zeitgemäße Darstellung der Geschichte St. Georgens, symbolisiert durch das Gemeindewappen und den Pranger. Das Wappenbild zeigt den Kirchpatron, den Heiligen Georg zu Pferd, im Kampf mit dem Drachen. Die dem Pfarrpatron geweihte Kirche wird erstmals in einer Urkunde des Jahres 1147 erwähnt. Darin übertrug ein Rupertus von St. Georgen seinen Weingarten in Aframberg gegen eine entsprechende Entschädigung dem Stift Admont.

Der Kreuzfahrer konnte sich damit für den Krieg rüsten. Sie muss also demnach vor dem Jahr 1147 erbaut worden sein. Von altersher stand auf dem Marktplatz der Pranger, der als Wahrzeichen des Ortes gilt. In früheren Zeiten wurden vor dem Pranger vielfach magistratliche Handlungen vollzogen. So oblag dem Marktrichter vor allem die Gerichtsbarkeit. Richter und Rat von St. Georgen traten bei der Aussteckung der „Marktfreiheit", ersichtlich durch die Anbringung des Richterschwertes am Pranger zu Jahrmarktzeiten, in feierlicher Amtshandlung auf. Wappen und Pranger sind demnach alte, historische Zeichen, die heute noch Bestand haben.

Es wäre durchaus denkbar, dass sich der Heilige Georg hoch zu Roß von Norden oder Süden kommend, östlich der Mur an einem Hang im Gemeindegebiet der heutigen Marktgemeinde St. Georgen an der Stiefing mit seinen Leuten niedergelassen hätte. Der höher gelegene Platz bot vor allem für damalige Zeiten einen wichtigen Schutz, bescherte einen fruchtbaren Boden und war sicherlich auch reich an Wasser. Vielleicht entschloss man sich deshalb auch, gleich länger zu bleiben und ist daraus sogar die Siedlung einer Gruppe entstanden. In der Folge musste man sich für ein funktionierendes Zusammenleben und für ein Überleben in den damals schwierigen Zeiten auch Regeln auferlegen, damit die Gemeinschaft Bestand hatte. Und so entstand vielleicht auch der Pranger, der das Nichteinhalten von Regeln sanktionierte und der Abschreckung dienen sollte.
Die schmiedeeiserne Darstellung des Gemeindewappens und des Prangers in einer zeitgemäßen Form und Interpretation als drei Meter hoher Obelisk wertet den Platz künstlerisch und spirituell auf. In der Säule wird die Geschichte des Ortes und seines Patrons in lebendiger Form dargestellt sein. Der Obelisk ist Zeichen für ein funktionierendes Zusammenleben und gegenseitiges Verständnis. Darin widerspiegelt sich die Geschichte und wirft gleichzeitig ein Bild auf die Gegenwart.

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